Mittwoch, 28. Februar 2007

Arbeit

Nicht das jetzt einer auf die Idee kommen könnte, ich würde nur Spaß haben...ich muss auch noch arbeiten. Deswegen bin ich ja eigentlich hier :).
Jeden Früh werde ich, wie bestellt, von meinem Privattaxifahrer abgeholt und zum SAP Kampus gefahren. Das ist eine staubige und interessante Fahrt mit vollem Einsatz der Hupe. Die Hupe scheint das wichtigste Element bei der Fortbewegung zu sein. Gehupt wird bei jeder Gelegenheit, dafür gibt es aber auch fast keine Verkehrsschilder. Das was bei uns Ampeln übernehmen, regelt sich entweder von selbst oder wird von Polizisten übernommen.
Nach ca. 15 min bin ich dann da: ein vollklimatisiertes Großraumbüro. Hier arbeiten rund 100 Inder zusammen. In Bangalore hat SAP ungefähr 4000 Mitarbeiter.
Auf jeden Fall wurde ich herzlich empfangen und ein weißer Europäer scheint sowas wie eine Attraktion zu sein: Als ich eintraf, standen plötzlich fast alle an ihren Arbeitsplätzen und tuschelten :).
Sehr lustig für die Inder musste es sein, als ich mit ihnen Essen war. Ich muss wohl ein großes Fragezeichen auf meiner Stirn eingemeißelt haben, als ich das erste Mal das Essen begutachtete. Irgendwie kann ich fast nichts davon definieren und beim ersten Versuch die Sachen einzeln zu essen, ist wohl mein Kopf rot angelaufen...jaja lustiges Völkchen, die Inder; also am besten alles zusammen schmeißen und mit viel Reis und Wasser ist es sogar ganz gut genießbar. Aber wie sagt man so schön: Scharfes Essen brennt zweimal ;).
Nach 9 bis 10stündiger Arbeit geht es dann mit dem Taxi wieder zurück. Das erste was man von einem Inder auf der Straße erfährt, ist außer seinem Namen, sein Familienstand (meist verheiratet) und die Anzahl der Kinder, inklusive derer, die gestorben sind :S. Mein Taxifahrer heißt Gaviyappa, ist 35 Jahre jung, ist, seit er 16 ist, verheiratet und hat (nur) 2 Kinder: Tochter und Sohn. Kein Kind ist verstorben.
Naja...nach einem Spaziergang und kleinem Abendbrot ist mein Tag bisher auch zu Ende und es ist Zeit ins Bett zu gehen...
Gute Nacht.

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