Was für ein wunderschöner Morgen. Man wacht halb neun auf, duscht sich, geht gemütlich frühstücken, packt seine Sachen und setzt sich dann in aller Ruhe in sein Taxi. Die Sonne strahlt (eigentlich ist es viel zu warm), die Vögel zwitschern, die Autos hupen und der Kanal stinkt. Die Fahrt beginnt (!was für ein Reim!). Üblich viel Verkehr auf der Straße, aber mein Taxifahrer versteht sein Handwerk und manövriert uns unter vollem Einsatz seiner Hupe "sicher" durch das Getümmel. Nach 25 minütiger Fahrt kommt man zu einer "Bridge over the Road" - Brücke über eine Straße, sehr einfallsreich. Es gibt natürlich auch noch einen anderen Namen, den kann ich mir aber leider nicht merken und ich könnte wetten, dass der das gleiche nur auf Hindu bedeutet.
Diese Brücke wurde heute jedenfalls mit einem halben Jahr Verspätung fertig gestellt - architektonische Meisterleistung: ich bin mir sicher, dass die Brücke jeden Sturm und jede Flutwelle aushält (wo auch immer die in Bangalore herkommen soll), denn die Brücke ist einfach nur ein Betonklotz. Gekostet hat das Projekt reichlich 13 Millionen Euro und wird heut auch gleich vom Ministerpräsidenten Karnatakas eröffnet, nicht ohne Schutz von mehreren Dutzend Polizisten. So viel hab ich hier noch nie auf einem Haufen gesehen.
Kaum haben wir die Brücke hinter uns gelassen, meinte sich ein Reifen verabschieden zu müssen. In Rekordzeit von unter einer viertel Stunde wechselte mein Fahrer den Reifen. In der Zwischenzeit hatte ein Motorradfahrer seine Augen scheinbar auf etwas anderes gerichtet als die Straße und merkte in letzter Sekunde, dass das Auto vor ihm bremste. Er selbst kam eine Haaresbreite dahinter zum stehen, oder sollte man besser liegen sagen. Der Fahrer scheint aber unverletzt davon gekommen zu sein und so stieg er meckernd auf sein Motorrad und fuhr weiter.
Eine viertel Stunde später bin ich dann wohlbehalten auf Arbeit angekommen.
Freitag, 30. März 2007
Dienstag, 27. März 2007
The Golden Cinema
Als reicher Deutscher, der übrigens schon in seiner Ausbildungszeit soviel verdient, wie ein ausgewachsener indischer Entwickler, kann man es sich ja auch leisten, für 8€ ins Kino zu gehen. Der Eintrittspreis mag ja für deutsche Kinos fast noch preiswert sein, aber für ein indisches Kino ist das absolute Oberklasse. So wurden wir auf einem roten Teppich in den Kinosaal geführt. Dort erwartete uns eine Leinwand so groß wie in einem deutschen Kino mit gut 200 Plätzen, mit dem Unterschied, dass es hier nur 32 "Plätze" gab. Man stelle sich einen bequemen, mit Samt bestückten Sessel vor, der per Knopfdruck in eine Liege verwandelt werden kann. Wir machten es und also bequem und es dauerte nicht lange, bis der erste Kellner unser Wohlbefinden verbessern wollte und uns Snacks und Getränke anbot.
Geschaut haben wir übrigens Pursuit of Happyness, ein Film, der auf jeden Fall zu empfehlen ist. Vor allem wurde man wieder auf den Boden der Realität geholt, wie gut es uns geht und wieviel Armut eine Handbreite von uns entfernt ist...
Geschaut haben wir übrigens Pursuit of Happyness, ein Film, der auf jeden Fall zu empfehlen ist. Vor allem wurde man wieder auf den Boden der Realität geholt, wie gut es uns geht und wieviel Armut eine Handbreite von uns entfernt ist...
Montag, 26. März 2007
The Great Party
Die Zeit vergeht wie im Flug (obwohl ein Flug auch langweilig sein kann und man die Ankunft kaum erwartet :) ), denn jetzt ist schon der erste Monat meines Aufenthalts in Indien vorbei.
Für Samstag wollten wir uns mit Judit zu einer Stadtrundfahrt durch Bangalore treffen. Bedeutete für uns erstmal ausschlafen und zu um 13:00 Uhr dann in die Stadt fahren lassen, Rickshaws gibt es ja genug. Treffpunkt war Bangalore Central - eine recht große Mall, ähnlich wie Kaufhof bei uns. Maurice wollte ein bisschen bummeln gehen und blieb deswegen dort, während Daniel, Judit und ich uns von Judits Fahrer zum Treffpunkt der Stadtrundfahrt kutschieren lassen haben. Der Fahrer wusste nicht ganz genau, wo das sein sollte, ließ sich aber dennoch nicht durch die Uhr beindrucken. Aber hier lebt man ja auch nach Indian Standard Time, was bedeutet, dass es auf eine Stunde früher oder später nicht ankommt. Irgendwann haben wir dann das Touristenbüro gefunden, mittlerweile war es auch nach 14:00 Uhr und Busse gab es weit und breit nicht. Also rein in das Büro und fragen wo man die Tickets für die Tour kaufen kann, Pustekuchen, denn begrüßt wurden wir mit gähnender Leere: Mittagspause bis halb drei :(. Selbst mit der für Indien typischen Verspätung haben wir die Tour jetzt definitiv verpasst. Also erkundigten wir uns, wann wir uns Anmelden können und sind dann wieder abgetrabt. Auf Sightseeing hatten wir dann auch irgenwie nicht mehr so richtig Lust und baten den Fahrer uns doch bitte wieder abzuholen. 2 Minuten später war er da.
Uns wurde schon mehrfach von einem Markt erzählt, wo man Hemden für 150Rs (ca. 2,70€) einkaufen kann. Der Fahrer kannte auch den Ort und chauffierte uns dorthin. Wir fanden dort eine rießige Auswahl an Hemden, Hosen und Saris. Im Laufe des Tages kaufte Daniel sich 3 Hemden und eine Hose und ich mir 2 Hemden und eine Hose und eine Gürtel, der auf links und rechts zu tragen ist und damit 2 unterschiedliche Farben hat - wie toll :D. Alles in Allem haben wir rund 40€ ausgegeben. Judit hat dann auch irgendwann eine Hose für sich gefunden und gegen 7 waren wir wieder im Gästehaus.
Für 20:00 Uhr waren wir mit Doreen und Nico zum Essen im legendären Maharaja Restaurant verabredet. In weiser Voraussicht auf die Menge haben wir uns zu 6, Hanna hat sich auch noch dazugesellt, nur 3 Gerichte bestellt.
_____________________________________
Für die Nacht wollten wir zu einer Party gehen. Allerdings ist das Veranstalten von Privatpartys nicht ganz so einfach, denn in Bangalore machen die Restaurants, Diskos und Pubs seit 2 Jahren schon gegen elf zu. Der Grund liegt darin, dass es der Polizei wohl irgendwann zu bunt geworden ist.
Die Feier war wohl schon einen Monat lang angekündigt, trotzdem haben wir erst 3 Tage davor davon erfahren. Man sollte also zu einem Auto in einem abgelegenen Stadtteil fahren, 500Rs bezahlen und bekommt dann den Eintrittsstempel und die Adresse der Veranstaltung. Judit und Doreen war die ganze Sache dann doch zu suspekt und sie sind wieder abgeprungen. Daniel und ich hingegen sind mutig in eine Riskshaw gestiegen und haben uns in den Stadtteil fahren lassen. Je länger wir unterwegs waren, umso mulmiger wurde auch uns zu Mute: Auto am Ende der Welt, Telefonnummern, wo wir nicht wissen ob es sie gibt und keine Anschrift der Lokation...aber wir waren uns zumindest des Risikos bewusst ;) Eine halbe Stunde später meinte der Fahrer wir seien an der Adresse, wo das Auto parken sollte, aber es war weit und breit kein Auto zu sehen. Ich also die Nummern gewählt, die erste ging nicht, aber bei der 2. wurde abgehoben. Nach dem Auto gefragt und das Telefon zur Wegbeschreibung an den Fahrer weitergegeben. Weiter gefahren und wieder angerufen. Mann möchte es nicht glauben, aber wir haben das Auto tatsächlich gefunden und es standen auch recht viele Weiße dabei. Wir die 500Rs pro Person bezahlt und uns eine visitenkartengroße Karte und ein paar erklärende Worte zur Wegfindung geben lassen. Zu uns gesellte sich noch ein Ungar dazu und nun saßen wir zu dritt in der Rickshaw wieder nichts ahnend wo uns die Fahrt hinbringen würde. Der Fahrer hatte genauso wenig Ahnung wie wir und so kam es, dass wir uns mitten im Nichts verfahren haben. Zu unserem Glück haben dann noch eine Citytaxi und eine andere Rickshaw genau den selben falschen Weg eingeschlagen und einige Telefonate und 45 Minuten später sind wir doch tatsächlich angekommen, wo wir hinwollten.
Wir diskutierten noch kurz mit dem Fahrer, ob er denn auf uns warten könnte bis wir wieder da sind - mit entsprechender Bezahlung geht alles und so hat er auch das Geschäft des Monats mit uns gemacht.
Mit inzwischen sehr guter Laune und auch schon ein bisschen Stimmung haben wir dann die Partyzone betreten: ein rießiges Gebiet mit einer Villa, großem Pool und ein Gartenhaus mit runder Terasse oben drauf. Hier wurden auch die Getränke zur Selbstbedienung angeboten: warmer Rum, warme Softdrinks (Cola, Fanta, Sprite) und später Wasser und sogar Bananen und Melone.
Neben dem Pool war eine recht große Tanzfläche und auch ein DJ versuchte aufzulegen. Versuchte, weil es erstmal keinen Strom gab und der Vermieter der Anlage sich auch irgendwie ein bisschen quer gestellt hat.
Also hieß es erstmal etwas zu trinken besorgen. Auf der Terasse waren inzwischen an die hundert Menschen und jeder sprach mit jedem. Ungefähr so, wie eine rießige Kennenlernveranstaltung. Leute aus der ganzen Welt waren da: Chinesen, US-Amerikaner, Kandier, Inder und Europäer aus fast allen Ländern, und jeder sprach mit jedem. Neben den üblichen Standardfragen wo man her kam, was man hier macht und wie lange man in Indien ist und sein wird, wurde auch über Gott und die halbe Welt gesprochen und man hatte viel zu lachen :D
Nach einem kurzen Tanz, haben wir uns für eine Erfrischung im Pool entschieden. Erst waren wir zu dritt und haben mit einem Schwimmring gespielt, so gesellten sich nach kurzer Zeit mehr und mehr zu uns und wir haben in Mannschaften gegeneinander gekämpft. Nachdem der Schwimmring keine Lust mehr hatte und seine Luft verloren, ging es hart her beim Chickenfight. Immer 2er Teams, jeweils einer auf den Schultern des anderen und dann last-man-standing war die Devise. Das hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und man hat wieder viele neue Leute kennengelernt.
Der Rest des Abends bestand daraus, im Wechsel was trinken zu gehen und versuchen zu tanzen, denn der Besitzer meinte, er müsse dem Pool das Wasser entziehen, was übrigens einen Teil der Anlage in ein Sumpfgebiet verwandelt hat.
Von den über 200 Anwesenden hat man mit mindestens einem Viertel ein mehr oder weniger langes Gespräch geführt und mit manchen Telefonnummern und Emailadressen ausgetauscht.
Halb 5 haben wir uns dann auf die Suche nach unserer Rickshaw gemacht und sind dann gegen halb sechs wieder in der Unterkunft angekommen.
Fazit: Wenn man von der Wegfindung absieht, richtig geile Party mit coolen Leuten!
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Der Sonntag wurde dann logischer Weise zum ausschlafen, Film gucken und Computer spielen genutzt. Nur einmal sind wir raus, um uns bei Pizza Hut was zu futtern zu organisieren :)
Für Samstag wollten wir uns mit Judit zu einer Stadtrundfahrt durch Bangalore treffen. Bedeutete für uns erstmal ausschlafen und zu um 13:00 Uhr dann in die Stadt fahren lassen, Rickshaws gibt es ja genug. Treffpunkt war Bangalore Central - eine recht große Mall, ähnlich wie Kaufhof bei uns. Maurice wollte ein bisschen bummeln gehen und blieb deswegen dort, während Daniel, Judit und ich uns von Judits Fahrer zum Treffpunkt der Stadtrundfahrt kutschieren lassen haben. Der Fahrer wusste nicht ganz genau, wo das sein sollte, ließ sich aber dennoch nicht durch die Uhr beindrucken. Aber hier lebt man ja auch nach Indian Standard Time, was bedeutet, dass es auf eine Stunde früher oder später nicht ankommt. Irgendwann haben wir dann das Touristenbüro gefunden, mittlerweile war es auch nach 14:00 Uhr und Busse gab es weit und breit nicht. Also rein in das Büro und fragen wo man die Tickets für die Tour kaufen kann, Pustekuchen, denn begrüßt wurden wir mit gähnender Leere: Mittagspause bis halb drei :(. Selbst mit der für Indien typischen Verspätung haben wir die Tour jetzt definitiv verpasst. Also erkundigten wir uns, wann wir uns Anmelden können und sind dann wieder abgetrabt. Auf Sightseeing hatten wir dann auch irgenwie nicht mehr so richtig Lust und baten den Fahrer uns doch bitte wieder abzuholen. 2 Minuten später war er da.
Uns wurde schon mehrfach von einem Markt erzählt, wo man Hemden für 150Rs (ca. 2,70€) einkaufen kann. Der Fahrer kannte auch den Ort und chauffierte uns dorthin. Wir fanden dort eine rießige Auswahl an Hemden, Hosen und Saris. Im Laufe des Tages kaufte Daniel sich 3 Hemden und eine Hose und ich mir 2 Hemden und eine Hose und eine Gürtel, der auf links und rechts zu tragen ist und damit 2 unterschiedliche Farben hat - wie toll :D. Alles in Allem haben wir rund 40€ ausgegeben. Judit hat dann auch irgendwann eine Hose für sich gefunden und gegen 7 waren wir wieder im Gästehaus.
Für 20:00 Uhr waren wir mit Doreen und Nico zum Essen im legendären Maharaja Restaurant verabredet. In weiser Voraussicht auf die Menge haben wir uns zu 6, Hanna hat sich auch noch dazugesellt, nur 3 Gerichte bestellt.
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Für die Nacht wollten wir zu einer Party gehen. Allerdings ist das Veranstalten von Privatpartys nicht ganz so einfach, denn in Bangalore machen die Restaurants, Diskos und Pubs seit 2 Jahren schon gegen elf zu. Der Grund liegt darin, dass es der Polizei wohl irgendwann zu bunt geworden ist.
Die Feier war wohl schon einen Monat lang angekündigt, trotzdem haben wir erst 3 Tage davor davon erfahren. Man sollte also zu einem Auto in einem abgelegenen Stadtteil fahren, 500Rs bezahlen und bekommt dann den Eintrittsstempel und die Adresse der Veranstaltung. Judit und Doreen war die ganze Sache dann doch zu suspekt und sie sind wieder abgeprungen. Daniel und ich hingegen sind mutig in eine Riskshaw gestiegen und haben uns in den Stadtteil fahren lassen. Je länger wir unterwegs waren, umso mulmiger wurde auch uns zu Mute: Auto am Ende der Welt, Telefonnummern, wo wir nicht wissen ob es sie gibt und keine Anschrift der Lokation...aber wir waren uns zumindest des Risikos bewusst ;) Eine halbe Stunde später meinte der Fahrer wir seien an der Adresse, wo das Auto parken sollte, aber es war weit und breit kein Auto zu sehen. Ich also die Nummern gewählt, die erste ging nicht, aber bei der 2. wurde abgehoben. Nach dem Auto gefragt und das Telefon zur Wegbeschreibung an den Fahrer weitergegeben. Weiter gefahren und wieder angerufen. Mann möchte es nicht glauben, aber wir haben das Auto tatsächlich gefunden und es standen auch recht viele Weiße dabei. Wir die 500Rs pro Person bezahlt und uns eine visitenkartengroße Karte und ein paar erklärende Worte zur Wegfindung geben lassen. Zu uns gesellte sich noch ein Ungar dazu und nun saßen wir zu dritt in der Rickshaw wieder nichts ahnend wo uns die Fahrt hinbringen würde. Der Fahrer hatte genauso wenig Ahnung wie wir und so kam es, dass wir uns mitten im Nichts verfahren haben. Zu unserem Glück haben dann noch eine Citytaxi und eine andere Rickshaw genau den selben falschen Weg eingeschlagen und einige Telefonate und 45 Minuten später sind wir doch tatsächlich angekommen, wo wir hinwollten.
Wir diskutierten noch kurz mit dem Fahrer, ob er denn auf uns warten könnte bis wir wieder da sind - mit entsprechender Bezahlung geht alles und so hat er auch das Geschäft des Monats mit uns gemacht.
Mit inzwischen sehr guter Laune und auch schon ein bisschen Stimmung haben wir dann die Partyzone betreten: ein rießiges Gebiet mit einer Villa, großem Pool und ein Gartenhaus mit runder Terasse oben drauf. Hier wurden auch die Getränke zur Selbstbedienung angeboten: warmer Rum, warme Softdrinks (Cola, Fanta, Sprite) und später Wasser und sogar Bananen und Melone.
Neben dem Pool war eine recht große Tanzfläche und auch ein DJ versuchte aufzulegen. Versuchte, weil es erstmal keinen Strom gab und der Vermieter der Anlage sich auch irgendwie ein bisschen quer gestellt hat.
Also hieß es erstmal etwas zu trinken besorgen. Auf der Terasse waren inzwischen an die hundert Menschen und jeder sprach mit jedem. Ungefähr so, wie eine rießige Kennenlernveranstaltung. Leute aus der ganzen Welt waren da: Chinesen, US-Amerikaner, Kandier, Inder und Europäer aus fast allen Ländern, und jeder sprach mit jedem. Neben den üblichen Standardfragen wo man her kam, was man hier macht und wie lange man in Indien ist und sein wird, wurde auch über Gott und die halbe Welt gesprochen und man hatte viel zu lachen :D
Nach einem kurzen Tanz, haben wir uns für eine Erfrischung im Pool entschieden. Erst waren wir zu dritt und haben mit einem Schwimmring gespielt, so gesellten sich nach kurzer Zeit mehr und mehr zu uns und wir haben in Mannschaften gegeneinander gekämpft. Nachdem der Schwimmring keine Lust mehr hatte und seine Luft verloren, ging es hart her beim Chickenfight. Immer 2er Teams, jeweils einer auf den Schultern des anderen und dann last-man-standing war die Devise. Das hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und man hat wieder viele neue Leute kennengelernt.
Der Rest des Abends bestand daraus, im Wechsel was trinken zu gehen und versuchen zu tanzen, denn der Besitzer meinte, er müsse dem Pool das Wasser entziehen, was übrigens einen Teil der Anlage in ein Sumpfgebiet verwandelt hat.
Von den über 200 Anwesenden hat man mit mindestens einem Viertel ein mehr oder weniger langes Gespräch geführt und mit manchen Telefonnummern und Emailadressen ausgetauscht.
Halb 5 haben wir uns dann auf die Suche nach unserer Rickshaw gemacht und sind dann gegen halb sechs wieder in der Unterkunft angekommen.
Fazit: Wenn man von der Wegfindung absieht, richtig geile Party mit coolen Leuten!
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Der Sonntag wurde dann logischer Weise zum ausschlafen, Film gucken und Computer spielen genutzt. Nur einmal sind wir raus, um uns bei Pizza Hut was zu futtern zu organisieren :)
Freitag, 23. März 2007
Lautstärke = 200 dB
Die beste Zeit zum Arbeiten ist offensichtlich vor 10:00 Uhr morgens und dann wieder nach 18:00 Uhr abends. Alles was dazwischen liegt, ist einfach mal anstrengend.
Ab um 10:00 Uhr beginnen die Meetings. Für diejenigen, die keinen freien Meetingraum mehr gefunden haben, bdeutet das, dass das Meeting lautstark am Arbeitsplatz des 100 Mann großen Großraumbüros abgehalten wird.
Sobald sich ein Grüppchen von 3 Mann/Frau bildet, dauert es nicht lang und man hat eine Gruppe von 10 bis 20, sich wie Touristen aufführender Inder um eine Arbeitsbox versammelt. In einer Box arbeiten eigentlich nur 4 Leute.
Irgendwann zwischen 12 :00 und 14:00 Uhr ist dann für die meisten Mittagspause. Die paar Leute, die dann noch da sind, schreien einfach über 50m Luftlinie hinweg, wenn sie ein Problem haben und natürlich wird die Antwort auf dem selben Weg gegeben.
Ab 14:00 Uhr ist dann für manche wieder Kaffeepause, d.h. man trifft sich in der Kaffeeecke und unterhält sich lautstark und lacht noch lauter. An Schalldichte Türen hat man dabei übrigens auch nicht gedacht und außerdem schein ich der einzige zu sein, der die Tür zumacht. Zwei Minuten später steht das Ding schon wieder offen und nachdem ich mich 3mal bemüht hab die Pforte zu schließen, hab ich auch keine Lust mehr, mich zu erheben.
Ganz interessant wird es, wenn jemand eine Mail an den Verteiler schickt und verkündet, dass er oder sie Chips oder Snacks an seinem/ihren Platz hätten. Scharenweise wird dann an den Platz gepilgert und man steigt über die flachen Abgrenzungen der Boxen, kämpelt sich ein bisschen und hat natürlich wieder was zu lachen - kurzum: wie im Kindergarten. Highlights wie Geburtstage oder einer/eine kommt von seinem Besuch aus Deutschland wieder, möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben :)
Naja gegen 18:00 Uhr ist dann meistens die Ruhe wieder eingekehrt und man kann ganz gut arbeiten, außer das es dann natürlich an der Zeit wäre Feierabend zu machen. Ergo hat man nur die Zeit vor 10:00 Uhr und dann heißt es Kopfhörer aufsetzen und Musik lauter als die Umgebung stellen - doof, wenn man die Kopfhörer vergessen hat...
Aber es geht zum Glück nicht nur mir so: Bei Daniel hat man sich Gestern überlegt das Büro mitten zur Arbeitszeit zu streichen. :P
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Gestern hatte ich noch vor einen Badmintonschläger zu kaufen, also hab ich mir ein Sportgeschäft aus den Gelben Seiten gesucht und Adresse und Telefonnummer herausgeschrieben. Als ich dann in meinem Taxi saß, hab ich meinen Fahrer gebeten mich vorher zu dem Sportgeschäft zu fahren. Er hielt es für eine bessere Idee zu einem Geschäft zu fahren, das auf dem Weg zum Gästehaus liegt - kein Problem, solange ich dort einen Schläger bekomm. Leider hatte der Laden geschlossen. Als ob es keine weiteren Sportgeschäfte in Bangalore gäbe, sind wir dann einmal quer durch Bangalore gefahren (zwei Stunden) und haben tatsächlich ein recht gutes gefunden. Danach ging es zurück zum Gästehaus, ich hatte meinen Schläger und wir haben eine Stadtrundfahrt durch Bangalore's Gassen gemacht.
Demnach geht es heute gleich Badminton in Palm Meadows spielen und natürlich noch schwimmen :)
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Schönen Arbeitstag.
Ab um 10:00 Uhr beginnen die Meetings. Für diejenigen, die keinen freien Meetingraum mehr gefunden haben, bdeutet das, dass das Meeting lautstark am Arbeitsplatz des 100 Mann großen Großraumbüros abgehalten wird.
Sobald sich ein Grüppchen von 3 Mann/Frau bildet, dauert es nicht lang und man hat eine Gruppe von 10 bis 20, sich wie Touristen aufführender Inder um eine Arbeitsbox versammelt. In einer Box arbeiten eigentlich nur 4 Leute.
Irgendwann zwischen 12 :00 und 14:00 Uhr ist dann für die meisten Mittagspause. Die paar Leute, die dann noch da sind, schreien einfach über 50m Luftlinie hinweg, wenn sie ein Problem haben und natürlich wird die Antwort auf dem selben Weg gegeben.
Ab 14:00 Uhr ist dann für manche wieder Kaffeepause, d.h. man trifft sich in der Kaffeeecke und unterhält sich lautstark und lacht noch lauter. An Schalldichte Türen hat man dabei übrigens auch nicht gedacht und außerdem schein ich der einzige zu sein, der die Tür zumacht. Zwei Minuten später steht das Ding schon wieder offen und nachdem ich mich 3mal bemüht hab die Pforte zu schließen, hab ich auch keine Lust mehr, mich zu erheben.
Ganz interessant wird es, wenn jemand eine Mail an den Verteiler schickt und verkündet, dass er oder sie Chips oder Snacks an seinem/ihren Platz hätten. Scharenweise wird dann an den Platz gepilgert und man steigt über die flachen Abgrenzungen der Boxen, kämpelt sich ein bisschen und hat natürlich wieder was zu lachen - kurzum: wie im Kindergarten. Highlights wie Geburtstage oder einer/eine kommt von seinem Besuch aus Deutschland wieder, möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben :)
Naja gegen 18:00 Uhr ist dann meistens die Ruhe wieder eingekehrt und man kann ganz gut arbeiten, außer das es dann natürlich an der Zeit wäre Feierabend zu machen. Ergo hat man nur die Zeit vor 10:00 Uhr und dann heißt es Kopfhörer aufsetzen und Musik lauter als die Umgebung stellen - doof, wenn man die Kopfhörer vergessen hat...
Aber es geht zum Glück nicht nur mir so: Bei Daniel hat man sich Gestern überlegt das Büro mitten zur Arbeitszeit zu streichen. :P
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Gestern hatte ich noch vor einen Badmintonschläger zu kaufen, also hab ich mir ein Sportgeschäft aus den Gelben Seiten gesucht und Adresse und Telefonnummer herausgeschrieben. Als ich dann in meinem Taxi saß, hab ich meinen Fahrer gebeten mich vorher zu dem Sportgeschäft zu fahren. Er hielt es für eine bessere Idee zu einem Geschäft zu fahren, das auf dem Weg zum Gästehaus liegt - kein Problem, solange ich dort einen Schläger bekomm. Leider hatte der Laden geschlossen. Als ob es keine weiteren Sportgeschäfte in Bangalore gäbe, sind wir dann einmal quer durch Bangalore gefahren (zwei Stunden) und haben tatsächlich ein recht gutes gefunden. Danach ging es zurück zum Gästehaus, ich hatte meinen Schläger und wir haben eine Stadtrundfahrt durch Bangalore's Gassen gemacht.
Demnach geht es heute gleich Badminton in Palm Meadows spielen und natürlich noch schwimmen :)
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Schönen Arbeitstag.
Mittwoch, 21. März 2007
100
JIPPY...Gestern hat sich der 100. Besucher auf meine Seite innerhalb einer Woche verirrt :D
Hier geht alles soweit seinen Gang: nichts Spektakuläres oder Besonderes. Daniel hat mit einer Darminfektion zu kämpfen, zumindest hat er Durchfall und hat sich dafür entschieden sich erstmal zu kurieren.
Ich fühl mich wie immer topfit und sitz grad auf der Arbeit und bereite mein nächstes Meeting vor. Hier geht es anscheinend nicht so richtig vowärts. Na mal sehen was nach dem Meeting herauskommt und ob ich wieder von vorne anfangen darf...Irgendwie ist die Woche eine ganz normale Arbeitswoche: Man geht Früh auf Arbeit, arbeitet, kommt abends zurück und spannt noch ein bisschen aus, um am nächsten Morgen wieder einigermaßen ausgeschlafen auf Arbeit zu gehen.
Hier geht alles soweit seinen Gang: nichts Spektakuläres oder Besonderes. Daniel hat mit einer Darminfektion zu kämpfen, zumindest hat er Durchfall und hat sich dafür entschieden sich erstmal zu kurieren.
Ich fühl mich wie immer topfit und sitz grad auf der Arbeit und bereite mein nächstes Meeting vor. Hier geht es anscheinend nicht so richtig vowärts. Na mal sehen was nach dem Meeting herauskommt und ob ich wieder von vorne anfangen darf...Irgendwie ist die Woche eine ganz normale Arbeitswoche: Man geht Früh auf Arbeit, arbeitet, kommt abends zurück und spannt noch ein bisschen aus, um am nächsten Morgen wieder einigermaßen ausgeschlafen auf Arbeit zu gehen.
Montag, 19. März 2007
Sonne, Pool und Sport
In der Anlage gibt es auch eine Freizeitanlage. Hier sind Maurice und Hanna beim Billard spielen zu sehen.
Den größten Teil des Tages haben wir es uns aber am "Strand" gemütlich gemacht. Die 2 Fotos wurden erst gegen 19:00 Uhr gemacht und deswegen ist es schon etwas dunkler.
Eigentlich wollten wir heute Go-Cart fahren gehen. Aber die Strecke scheint es leider nicht mehr zu geben. Also haben wir kurze Hand den gestrigen Tag wiederholt. Das Gelage am Ende haben wir besser sein gelassen. Schließlich muss man ja hier Morgen wieder arbeiten.
Sonntag, 18. März 2007
Phat!
Von und zu SAP bin ich ja immer mit meinem Taxi unterwegs...und manchmal entdeckt man da auf dem Weg lustige Sachen, wie dieses Motorrad mit Leiter. :)
Am Freitag, also Gestern, haben sich Hanna, Nico und Freundin, Judit und Maurice, meiner einer und Elvis (siehe Foto) - phat - zum Barbecue in Barbecue Nation verabredet.
Dort saßen wir an einem Tisch, indem 2 Grills (hab extra nachgeschaut, was die Mehrzahl von Grill ist :) ) eingelassen waren und bekamen einen Spieß nach dem anderen aufgetischt. Nebenbei gab es auch Buffet und wir haben uns für 400 Rs wieder einmal All-You-Can-Eat die Wanne vollgehauen. Barbecue Nation ist für jeden zu empfehlen, der in Bangalore Fleisch vermisst. Schwein und Rind gibt es zwar immer noch nicht, aber dafür umso mehr Hühnchen.
Auf dem Bild sind übrigens Judit und Maurice zu sehen.
In meinem Büro hatte Gestern ein Kollege Geburtstag. Noch bevor das Geburtstagskind nichtsahnend im Büro auftauchte, wurden Ballons und eine naturgetreue Nachbildung von ihm an seinem Platz positioniert. Es ist jedes Mal lustig zu beobachten, wie sich die indischen Kollegen amüsieren. :D
Für heute haben wir uns mit ein paar der indischen SAP Studenten verabredet. Sie wollten uns die MG-Road mit all den Malls und Shops zeigen. Die MG-Road sollte auch das Zentrum von Bangalore sein. Zumindest steht dort auch das Rathaus umfunktioniert als Parkhaus...fragt mich nicht warum. Auf jeden Fall hatten wir sehr viel Spaß miteinander. Hier stehen wir vor der Mall namens Bangalore Central.

Für Morgen ist ein bisschen Sport in Palm Meadows geplant - ein Villenghetto mit 500 Villen. Wenn reiche Menschen zu viel Geld haben, kommt halt ein "Reichen-Ghetto" bei raus. :P Am Montag ist Feiertag, also langes Wochenende mit viel Schlaf und gutem Essen :)
Auf dem Bild sind übrigens Judit und Maurice zu sehen.
Für Morgen ist ein bisschen Sport in Palm Meadows geplant - ein Villenghetto mit 500 Villen. Wenn reiche Menschen zu viel Geld haben, kommt halt ein "Reichen-Ghetto" bei raus. :P Am Montag ist Feiertag, also langes Wochenende mit viel Schlaf und gutem Essen :)
Donnerstag, 15. März 2007
Königliche Hoheit beim Festschmaus
Bis heut Abend gab es eigentlich nichts Spektakuläres zu erzählen. Arbeit läuft soweit ganz gut, anschließend wird noch ein bisschen Sport in Form von Tischtennis getrieben und dann gehts auch schon wieder Richtung Gästehaus. Entweder ist man bei SAP noch einen Snack zu Abend oder wir gehen hier einkaufen oder setzen uns in ein Restaurant oder Bistro. Heute haben wir (Daniel und ich) uns für Pizza entschieden. Zur Bestellung muss man hier seine Telefonnummer hinterlassen und bekommt einen Bestätigungsanruf, ob die Nummer und Adresse auch stimmen.
Da die Nummer, die ich bei der Bestellung angab, offensichtlich falsch war, warteten wir vergeblich eine Stunde auf unsere Pizza, die noch gar nicht zubereitet wurde.
Verärgert und extrem hungrig haben wir uns dann spontan entschieden in das Maharaja-Restaurant an der Straße gegenüber zu gehen. Roter Teppich, Portier und eine königliche Atmosphäre erwarteten uns. Beeindruckt und erstaunt zögerten wir erst und zu setzen, aber zum eventuellen Umkehren blieb uns keine Zeit. Denn schon wurden wir an einen Tisch geführt und man schob mir einen Stuhl unter das Hinterteil.
Kurz danach befand sich eine 1l Flasche Wasser und ein Snack auf Kosten des Hauses auf unserem Tisch. Daniel entschied sich für Garnelen und ich wollte Hühnchen süß-sauer probieren. Als Beilage wählten wir beide Nudeln.
Eine viertel Stunde später hatte jeder von uns einen Haufen Nudeln und Garnelen bzw. Hühnchen auf dem Tisch, da hätten je 3 gute Esser von satt werden können. Denkt man an eine Portion in einem mittelmäßigen Restaurant, wo man es manchmal mit den Portionen übertreibt, war diese jenseits von Gut und Böse.
Sobald das Bierglas sich leerte, wurde flugs von einem der aufmerksamen Kellner nachgeschenkt. Die gleiche Zuvorkommenheit legten sie auch beim Essen an den Tag. Obwohl ich mit einem großen Loch im Bauch ankam, stopfte ich mir nach der ersten Portion schon mehr in die Wanne, als ich eigentlich vertrag und nach der 2. musste ich dann entgültig kapitulieren.
Für ganze sechs Euro pro Person, ein Dessert dankend abgelehnt, haben wir uns dann rausgekugelt und kommen definitiv wieder, aber werden nur ein Festessen bestellen. :D
Da die Nummer, die ich bei der Bestellung angab, offensichtlich falsch war, warteten wir vergeblich eine Stunde auf unsere Pizza, die noch gar nicht zubereitet wurde.
Verärgert und extrem hungrig haben wir uns dann spontan entschieden in das Maharaja-Restaurant an der Straße gegenüber zu gehen. Roter Teppich, Portier und eine königliche Atmosphäre erwarteten uns. Beeindruckt und erstaunt zögerten wir erst und zu setzen, aber zum eventuellen Umkehren blieb uns keine Zeit. Denn schon wurden wir an einen Tisch geführt und man schob mir einen Stuhl unter das Hinterteil.
Kurz danach befand sich eine 1l Flasche Wasser und ein Snack auf Kosten des Hauses auf unserem Tisch. Daniel entschied sich für Garnelen und ich wollte Hühnchen süß-sauer probieren. Als Beilage wählten wir beide Nudeln.
Eine viertel Stunde später hatte jeder von uns einen Haufen Nudeln und Garnelen bzw. Hühnchen auf dem Tisch, da hätten je 3 gute Esser von satt werden können. Denkt man an eine Portion in einem mittelmäßigen Restaurant, wo man es manchmal mit den Portionen übertreibt, war diese jenseits von Gut und Böse.
Sobald das Bierglas sich leerte, wurde flugs von einem der aufmerksamen Kellner nachgeschenkt. Die gleiche Zuvorkommenheit legten sie auch beim Essen an den Tag. Obwohl ich mit einem großen Loch im Bauch ankam, stopfte ich mir nach der ersten Portion schon mehr in die Wanne, als ich eigentlich vertrag und nach der 2. musste ich dann entgültig kapitulieren.
Für ganze sechs Euro pro Person, ein Dessert dankend abgelehnt, haben wir uns dann rausgekugelt und kommen definitiv wieder, aber werden nur ein Festessen bestellen. :D
Mittwoch, 14. März 2007
Mysore, Teil 2
Gemütlich an meinem Bierchen schlürfend, möchte ich den 2. Tag unseres Wochenendausflugs beschreiben.
Nach einem gediegenen Frühstück sind wir dann mal wieder eine knappe Stunde später als geplant losgezogen.
Mit dem Bus ging es dann rauf auf unglaubliche 1065m zum Chamundi Hill.
Auf seiner Spitze liegt der Chamundeshavri-Tempel. Um an der Geschichtslektion von gestern anzuknüpfen: Der Tempel ist Durga, der Besiegerin des Büffeldämons geweiht.
Dann ging es ganze 1000 Stufen, wie unschwer auf dem Bild zu erkennen ist, abwärts. Eine herausfordernde und lebensgefährdende Aufgabe - nur mit opferbringenden Anstrengungen zu meistern...
...also huldigten wir der Kuh oder auch Nandi, das Reittier von Shiva. Wir trafen sie zum Glück nach 500 Stufen an...wer weiß, wie sonst der Abstieg geendet hätte.
Frohen Mutes galt es dann die letzten 500 Stufen in Angriff zu nehmen. Daniel war sich seiner Sache allerdings noch nicht so sicher und huldigte ein zweites Mal, was unschwer an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen ist. :P
Geschafft aber gut erhalten - bis auf ein paar Ausrutscher auf das Hinterteil - und lächelnd sind wir schließlich an der Pforte zu unserem Bus angekommen, welcher auch tatsächlich auf uns wartete.
Unser nächstes Ziel war dieser Palast, jetzt ein Hotel. Einst der Maharadscha-Familie gehörend ist es jetzt dem noblen Touristen erschlossen.
Wir machten es uns also in der Bar gemütlich. Gleich daneben ein Snookertisch und eine Schachecke. Der Tisch ist natürlich nicht von Anfängern und Kindern zu benutzen!
Wenn ich schonmal hier bin, musst ich mir auch eins der 54 Zimmer zeigen lassen. Die Nacht 140 € - für indische Verhältnisse ein 6 Sterne Hotel. Der Hotelier bestand darauf ein Foto mit meiner Wenigkeit vor dem edlen Schlafgemach zu machen. ;)
Frei nach dem Motto "My Home is my Castle" ist hinter der Schönheit :P im Vordergrund der Maharaja Palace zu sehen. Uns soll es aber nocheinmal hierher verschlagen. Demnach mehr hierzu später.
Jetzt befinden wir uns wieder mitten in Mysore auf dem Devaraja Markt. Eine krasse Komposition aus Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken.
Was mit Eindrücken gemeint ist, beschreibt das Bild wohl ganz gut. Viele verschiedene Farbpulver. Mit den Farben kann man sich gegenseitig einreiben, sich einen gesegneten Punkt mitten auf die Stirn setzen lassen oder malen.
Nichts ahnend hat es Florian, Daniel und mich allerdings an einen Ölverkaufsstand gezogen. Hier wurden Öle von bestimmt 50 Pflanzen angeboten. Man kann daraus Parfüm, Badeextrakt oder Massageöl machen. In Europa unbezahlbar kosten hier die Öle in 50ml Fläschchen gerade mal 4 €!
Wie schon erwähnt, hat es uns noch einmal zum Palast zurück verschlagen, denn der soll ab sieben Uhr mit 9600 Glühlampen beleuchtet sein.
Und das war er auch. (Abgesehen von den Lampen, die ausgefallen sind)
Während Nico und Doreen versuchen ein paar Eindrücke einzufangen wieder ein bisschen Geschichte: Der Maharaja Palast ist schon deswegen so beeindruckend, weil er Hinduismus, Muslimismus und Christentum in einem Palast beinhaltet.
Deswegen hatte der König auch viele Freunde in Europa, die ihm wiederum viele Geschenke machten. Aber wer hat schon wenig Freunde mit einem Thron aus 250kg Gold und einer 15kg Fahne aus purem Gold auf dem Dach?!
Während diese beiden Kinder versuchten uns Blumenketten, die sollen Glück bringen, zu verkaufen...
...übten Daniel und ich schonmal die beste Pose für unserer gottgleiche Statue.
Gegen Mitternacht sind wir dann wieder in unserer Unterkunft eingetrudelt und fielen totmüde ins Bett. Es war ein sehr schönes und interessantes Wochenende.
Nach einem gediegenen Frühstück sind wir dann mal wieder eine knappe Stunde später als geplant losgezogen.Mit dem Bus ging es dann rauf auf unglaubliche 1065m zum Chamundi Hill.
Auf seiner Spitze liegt der Chamundeshavri-Tempel. Um an der Geschichtslektion von gestern anzuknüpfen: Der Tempel ist Durga, der Besiegerin des Büffeldämons geweiht.
Dann ging es ganze 1000 Stufen, wie unschwer auf dem Bild zu erkennen ist, abwärts. Eine herausfordernde und lebensgefährdende Aufgabe - nur mit opferbringenden Anstrengungen zu meistern...
...also huldigten wir der Kuh oder auch Nandi, das Reittier von Shiva. Wir trafen sie zum Glück nach 500 Stufen an...wer weiß, wie sonst der Abstieg geendet hätte.
Frohen Mutes galt es dann die letzten 500 Stufen in Angriff zu nehmen. Daniel war sich seiner Sache allerdings noch nicht so sicher und huldigte ein zweites Mal, was unschwer an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen ist. :P
Geschafft aber gut erhalten - bis auf ein paar Ausrutscher auf das Hinterteil - und lächelnd sind wir schließlich an der Pforte zu unserem Bus angekommen, welcher auch tatsächlich auf uns wartete.
Unser nächstes Ziel war dieser Palast, jetzt ein Hotel. Einst der Maharadscha-Familie gehörend ist es jetzt dem noblen Touristen erschlossen.
Wir machten es uns also in der Bar gemütlich. Gleich daneben ein Snookertisch und eine Schachecke. Der Tisch ist natürlich nicht von Anfängern und Kindern zu benutzen!
Wenn ich schonmal hier bin, musst ich mir auch eins der 54 Zimmer zeigen lassen. Die Nacht 140 € - für indische Verhältnisse ein 6 Sterne Hotel. Der Hotelier bestand darauf ein Foto mit meiner Wenigkeit vor dem edlen Schlafgemach zu machen. ;)
Frei nach dem Motto "My Home is my Castle" ist hinter der Schönheit :P im Vordergrund der Maharaja Palace zu sehen. Uns soll es aber nocheinmal hierher verschlagen. Demnach mehr hierzu später.
Jetzt befinden wir uns wieder mitten in Mysore auf dem Devaraja Markt. Eine krasse Komposition aus Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken.
Nichts ahnend hat es Florian, Daniel und mich allerdings an einen Ölverkaufsstand gezogen. Hier wurden Öle von bestimmt 50 Pflanzen angeboten. Man kann daraus Parfüm, Badeextrakt oder Massageöl machen. In Europa unbezahlbar kosten hier die Öle in 50ml Fläschchen gerade mal 4 €!
Wie schon erwähnt, hat es uns noch einmal zum Palast zurück verschlagen, denn der soll ab sieben Uhr mit 9600 Glühlampen beleuchtet sein.
Während Nico und Doreen versuchen ein paar Eindrücke einzufangen wieder ein bisschen Geschichte: Der Maharaja Palast ist schon deswegen so beeindruckend, weil er Hinduismus, Muslimismus und Christentum in einem Palast beinhaltet.
Deswegen hatte der König auch viele Freunde in Europa, die ihm wiederum viele Geschenke machten. Aber wer hat schon wenig Freunde mit einem Thron aus 250kg Gold und einer 15kg Fahne aus purem Gold auf dem Dach?!
Während diese beiden Kinder versuchten uns Blumenketten, die sollen Glück bringen, zu verkaufen...Gegen Mitternacht sind wir dann wieder in unserer Unterkunft eingetrudelt und fielen totmüde ins Bett. Es war ein sehr schönes und interessantes Wochenende.
Dienstag, 13. März 2007
Mysore, Teil 1
Am Samstag, 10.03. sind wir also zu zehnt in Richtung Mysore aufgebrochen. Wir verliesen Bangalore, eine Stadt, die in kürzester Zeit Unmengen an neuen Wohnblocks aus dem Boden stampft.
Wir - Doreen, Nico, Maurice, Judit (von links), Florian, Daniel, Hanna, Meike, Hagen und meiner einer. Start war Palm Meadows, eine Luxuswohnsiedlung mit 500 Villen.
Mit unserem 18-Sitzer und Klimaanlage! ging es dann eine gute halbe Stunde später als geplant los. Die Inder habens nicht so mit der Pünktlichkeit. :P
Raus aus Bangalore, bis dahin ist schon eine reichliche Stunde vergangen, und mit durchgedrücktem Gaspedal und flotten 100 km/h vorbei an Baustellen, ...
...weißen und schwarzen Zeitgenossen, ...
...mehr oder weniger bewässerten Reisfeldern...
...und Miniaturausgaben von Bergen oder gigantischen Schutthaufen.
Unser erstes Ausflugsziel: der Tempel von Somnathpur Dieser Tempel wird nicht mehr für religiöse Zwecke verwendet, also konnte man auch nach Belieben fotografieren. Die Geschichtsstunde zu der indischen Götterwelt könnt ihr bei Daniel nachlesen. Nur soviel: es ist ein Vishnu-Tempel, hat 64 Zellen ringsherum und 3 Sanktuarien, die verschiedenen Aspekten Vishnus geweiht sind / waren. Die Grundfläche ist sternförmig.
Drei Saktuarien - 3 Türme, je 11m hoch. Erstaunlich wie filigran die Figuren in den Stein eingearbeitet sind. Der Tempel wurde auch ganz ohne Zement gebaut - ist ja auch schon knapp 850 Jahre alt.
Da es früher kaum Lehrbücher gab, wurden Sachen aus dem Leben und Wissenswertes einfach am Tempel verewigt. Hier ist zum Beispiel die Kunst des Kamasutras erklärt. :D
Dann haben wir es uns wieder im Bus gemütlich gemacht und sind zu unserem nächsten Ausflugsziel gefahren.
Der Raganatha Swamy Tempel ist ebenfalls ein Vishnu-Tempel, allerdings noch aktiv, also konnte ich kein Foto vom größten Abbild Vishnus in Karnataka machen. Raganatha ist übrigens auch ein Name für Vishnu.
Gegen neun sind wir dann recht müde in unserer Bleibe für die Nacht angekommen. Da ich es offensichtlich liebe Rücken zu fotografieren, sind von links Hagen (zwischen seinen Beinen, die Beine von Judit) Maurice und Meike zu sehen. Hanna und Daniel haben mir den Gefallen getan, ins Bild zu gucken. :)
Den Abschluss des Tages haben wir in einem beliebten Restaurant in Mysore mit Aussicht auf Mysore verbracht und uns ordentlich den Wanst vollgeschlagen.Damit war der erste Tag vorbei. Es existieren natürlich noch 1000 weitere Fotos, aber das soll an der Stelle genug sein ;).
Was am 2. Tag alles passiert ist, könnt ihr Morgen wieder zu besten Sendezeit 20:15 Uhr auf dakindia nachlesen :P
Ich schlürf jetzt noch mein Bierchen aus und hau mich anschließend aufs Ohr.
Montag, 12. März 2007
Vorschau zum Wochenende
Guten Abend allerseits. Jetzt ist der Montag der 3. Woche auch schon wieder fast vorbei...die Zeit vergeht so schnell :S

Aber nun zum letzten Wochenende: Zehn Europäer haben sich mit dem Bus auf den Weg nach Mysore gemacht - ein 800.000 Einwohner beherbergendes Örtchen mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten ringherum. Wir besuchten heilige Tempel verschiedener Götter, den Palast von Mysore, Märkte, Restaurants und und und...die Reise wurde mit 9 Kameras dokumentiert, Videos wurden gedreht...
...und was genau geschah: Morgen 20:15 auf dakindia :P.

Aber nun zum letzten Wochenende: Zehn Europäer haben sich mit dem Bus auf den Weg nach Mysore gemacht - ein 800.000 Einwohner beherbergendes Örtchen mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten ringherum. Wir besuchten heilige Tempel verschiedener Götter, den Palast von Mysore, Märkte, Restaurants und und und...die Reise wurde mit 9 Kameras dokumentiert, Videos wurden gedreht...
...und was genau geschah: Morgen 20:15 auf dakindia :P.
Freitag, 9. März 2007
Lila Palace
Auf den folgenden drei Bildern ist der SAP Campus in Bangalore zu sehen.Dieses Bild zeigt das neue Gebäude (under Construction). Es soll wohl für 2500 Mitarbeiter Platz bieten...mal sehen, wie sich das die Bauherren vorgestellt haben, denn so groß ist das gar nicht.
Im Hintergrund ist die Kantine auf dem Campus zu erkennen. Außerdem gibt es recht großes Gebiet hinter dem Haus rechts, mit Rasen und Priemeln (Wer in Bio nicht aufgepasst hat: alles was grün ist). Interessant ist, wie die Servicefachkräfte hier den Rasen mähen: Einer hat einen kleinen Rasenmäher und 2 Frauen folgen ihm mit selbst gemachten Besen, um den Staub und das Gras zu sammeln...strange...
Hier sind Hanna und Daniel zusehen. Im Hintergrund wird ein neues RMZ Gebäude gebaut. Da hinter steht auch eins: ein Teil davon wurde von SAP angemietet und außerdem sitz ich dort im 3. Stock. Da gibt es sogar Liftboys :)
Sooo...nun zum interessanten Teil des Abends: eine Salsaaufführung in einem Club im Lila Palace.Hier sind die 3 Mädels zu sehen, die ihren Hintern schwingen lassen haben :P
Auf diesem Bild versucht Sultan gerade Elaine ein paar Salsaschritte beizubringen. Elaine ist für die Ausbildung in Indien verantwortlich und Sultan hat einen Salsakurs in Deutschland besucht und arbeitet auch bei SAP. Er hat sogar einen Salsakurs bei SAP eingeführt...mal sehen ob ich teilnehme...
Der Lila Palace heißt übrigens nicht umsonst so: Das Gebäude ist ein ziemlich großer Palast und hat eine lila Farbe.Rechts ist Markus, Doreen und Nico zusehen.
Von rechts ist Sultan zusehen, Elaines Beine^^, ihre Schwester und eine andere Dame, die bei SAP arbeitet...aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihren Namen vergessen hab. :(
Markus ist der Ausbildungsleiter der gesamten Ausbildung von SAP weltweit. Er war für 4 Tage in Bangalore um nach dem Rechten zu sehen. Daneben Hanna, die aufmerksam die Karte studiert - deutsche Preise.
Spätestens wenn man diese Boxen sieht, denkt man an irgendeinen Undergroundschuppen, wie man ihn aus Filmen kennt. Dank Sultan saßen unsere Namen auch auf der Gästeliste.
Nico ist hier wohl stark am grübeln. Gestern war ja - wie sicher jeder weiß - internationaler Frauentag. Ergo: jede Frau bekam einen Drink spendiert. Als ich fragte, ob es denn so etwas wie Männertag in Indien gäbe...Männertag ist jeden Tag, außer am 08. März, war die Antwort...müsste ja bedeuten, dass Männer dann jeden Tag einen ausgegeben bekommen :P
Nachdem wir noch ein bisschen getanzt haben - manche mehr, andere weniger - sind wir ins Friday's gegangen. Lecker Fastfood.
Markus musste dann um 23:00 Uhr auf dem Flughafen sein und deswegen war ich um halb 12 zu Hause. Nico hat mich mit seinem Schlachtschiff mitgenommen...erstaunlich wie er so gut auf den Straßen zu recht kommt. Aber er ist ja schon in Australien auf der linken Seite gefahren.Ich hatte dann abends keine Lust mehr meine Sachen zu packen, das hab ich auf den nächsten Morgen verschoben. Ich bin also demnach eine Stunde früher aufgestanden, hab meine Sachen gepackt, mich in Davids Gästebuch verewigt und ihm als Dank 500 Ruppee dagelassen und dann auf Arbeit gefahren.
Nach der Arbeit hab ich mit Daniel bei SAP gezeigt, was wir im Kickern können und dass wir Tischtennis nicht können :D
Jetzt bin ich in meiner neuen Unterkunft in Koramangala und schlürf an meinem Kingfisher, dem örtlichen Bier.
Für das Wochenende ist eine Tour nach Mysore geplant.
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